Oberflächenrissprüfung

Farbige oder fluoreszierende Eindringprüfung und Magnetpulverprüfung

das sind – neben der Sichtprüfung – die zerstörungsfreien Verfahren für die Oberflächenrissprüfung zur Detektion von Oberflächen- oder oberflächennahen Materialtrennungen (z.B. Spannungsrisskorrosion, Poren).

Eindringprüfung

Die Eindringprüfung (PT, penetrant testing, Penetrier-, Kapillar-, Saugverfahren) ist ein einfach anzuwendendes Verfahren der zerstörungsfreien Materialprüfung. Weder Wasser- noch Stromanschluss werden benötigt. Die Eindringmittel weisen eine niedrige Oberflächenspannung und hohe Kapillarwirkung auf. So können sie leicht in zur Oberfläche hin offene Materialtrennungen eindringen.

 

Oberflächenrissprüfung mit der fluoreszierenden Eindringprüfung Oberflächenrissprüfung mit der fluoreszierenden Eindringprüfung: Rissanzeigen werden unter UV-Bestrahlung sichtbar.

 

Schweißnahtprüfung mit der Farbeindringprüfung ( Rot-Weiß-Verfahren) Schweißnahtprüfung mit der Farbeindringprüfung, dem Rot-Weiß-Verfahren: Rissanzeigen auf einer Schweißnaht.

 

Der Prozess der Eindringprüfung setzt sich aus folgenden Arbeitsschritten zusammen:

  1. Vorrreinigung und Trocknung
  2. Penetrieren – Aufbringen des Eindringmittels
  3. Zwischenreinigung und Trocknung
  4. Farbeindringprüfung: Auftragen des weißen Entwicklers
  5. Inspektion
  6. Endreinigung

 

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Farb- und fluoreszierenden Eindringprüfung, Prüfmittel, Kontroll- und Testkörper, Prüfkoffer und Prüfanlagen für die Eindringprüfung

Magnetpulverprüfung

Die Magnetpulverprüfung (MT, magnetic particle testing, MP-Prüfung, Fluxen) ist ein empfindliches Verfahren zum Nachweis von Unregelmäßigkeiten an der Oberfläche ferromagnetischer Werkstoffe (z.B. Eisen, Kobalt, Nickel und deren Legierungen). Auch oberflächennahe Unregelmäßigkeiten können nachgewiesen werden. Die Tiefe nachweisbarer Fehler hängt von der Art des eingesetzten Feldes ab. Wegen des Skineffekts entstehen bei Wechsel- oder Gleichstrom unterschiedliche magnetische Felder.

 

Fluoreszierende und farbige Magnetpulversuspensionen für die Magnetpulverprüfung Oberflächenrissprüfung mit der Magnetpulverprüfung mit einer fluoreszierenden Magnetpulversuspension.

 

Fluoreszierende und farbige Magnetpulversuspensionen für die Magnetpulverprüfung Schweißnahtprüfung mit der Magnetpulverprüfung mit dem Schwarz-Weiß-Verfahren (weißer Untergrund und schwarze Magnetpulversuspension)

 

Der Prozess der Magnetpulverprüfung setzt sich aus folgenden Arbeitsschritten zusammen:

  1. Vorrreinigung und Trocknung
  2. Auftragen der weißen Untergrundfarbe (beim Schwarz/Weiß-Verfahren)
  3. Magnetisierung (z.B. mit einem Handjochmagneten)
  4. Aufbringen der schwarzen oder fluoreszierenden Magnetpulversuspension
  5. Nachweis der Magnetisierung
  6. Inspektion
  7. Endreinigung

 

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur farbigen und fluoreszierenden Magnetpulverprüfung,  über Prüfmittel, Vergleichs- und Testkörper, Prüfkoffer und Prüfanlagen für die Magnetpulverprüfung.